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Weiterbildung in Corona-Zeiten

Aktuell erleben wir in vielen Arbeitsbereichen, dass wir nur noch von Tag zu Tag planen können. Jeden Tag gilt es sich auf neue Gegebenheiten einzustellen und die Terminplanung entsprechend anzupassen. Die Meisterung der täglichen Arbeit angefangen von der Sicherstellung der Besetzung und Klärung von Terminen bis hin zur Materialbeschaffung und Auftragsabwicklung – alles ist wichtig.
Doch möchte ich gezielt an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir gerade in diesen Zeiten der Veränderung nicht einfach nur reagieren können. Das Tagesgeschäft zu meistern ist die eine Sache, sich und seine Mitarbeiter fit für die zukünftigen Herausforderung zu machen eine andere!

Jetzt gilt es unter Berücksichtigung der neuen Rahmenbedingungen gezielt bei Führungskräften und Mitarbeitern neue Impulse und Denkansätze zu platzieren, um die Weichen für die zukünftige Positionierung des Unternehmens zu stellen. Nutzen Sie diese Zeit aktiv, um alle Mitarbeiter bei diesem Prozess mitzunehmen.

Es sollte in der Zwischenzeit jedem klar geworden sein, dass wir die kommenden Monate in diesem Zustand arbeiten und leben werden und die Normalität von gestern der Vergangenheit angehört.

Aktuelle Tests in Form von Mystery-Calls und Mystery-Tests gerade im Fachhandel sprechen eine klare Sprache. Während wir die Abwicklung unter enormer Kraftanstrengung meistern, verlieren andere Kriterien wie Kundenorientierung, Auskunftsqualität oder verkäuferische Kompetenz beinahe an Bedeutung. Die Ergebnisse sind eindeutig. Noch nie waren die Werte in diesen Kategorien so erschreckend und niederschmetternd für den gesamten Fachhandel.

Alle Unternehmen sollten aufwachen und sich klar machen, dass jeder gerade jetzt aktiv etwas unternehmen kann. Lernbereitschaft, Veränderungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit sind jetzt die notwendigen Eigenschaften, die an jede Führungskraft, an jeden Fachberater und sogar an jeden Lagermitarbeiter gestellt werden. Nur wenn wir den Zeitgeist erfassen und mit den neuen Instrumenten nutzen, können wir neue Entwicklungen erzeugen und uns fit für die Herausforderungen der Zukunft machen. Die Voraussetzung bildet die Ermittlung des aktuellen Schulungsbedarf. Was ist aktuell notwendig, welche Themen müssen vermittelt werden? Wo müssen die Mitarbeiter bzw. Nachwuchskräfte gezielt sensibilisiert werden? Entsprechende Abfragen bei den Verantwortlichen und ggf. direkt bei den Mitarbeitern zeigen deutliche Indikatoren. Es gibt genug wichtige Themen, welche notwendig und interessant sind. Denken Sie nur mal an den Anwendungsgrad der Digitalisierung in Ihren Unternehmen. Während viele Mitarbeiter dies in ihrem privaten Bereich bereits gemeistert haben, arbeiten sie oft noch mit herkömmlichen Medien.

Diese Erkenntnisse sollten bei der Erstellung und Planung eines realisierbaren Schulungskonzeptes unter Berücksichtigung der aktuellen Möglichkeiten zusammengefasst werden.

Wählen Sie die notwendigen Experten für die entsprechenden Aufgabenstellungen aus und nutzen Sie hier die Erfahrung dieser Trainer für die Umsetzung der gewünschten Themen. Machen Sie sich bewusst, dass bei wichtigen Themen eine Veranstaltung bzw. eine Schulung nur ein Ansatzpunkt sein kann.

Wenn Zielgruppen, Themen und ein Zeitplan feststehen, sollte die Abstimmung der aktuell möglichen Schulungsformate erfolgen. Es gibt ausreichend Themen, welche bereits über Online-Schulungen angeboten werden. Es gibt erfolgreiche Kombinationen aus Online und On-the-job-Coaching und auch die Kombination von Präsenz-Schulung gemäß den aktuellen Hygiene-Vorschriften mit anschließender Online-Vertiefung machen Sinn.

Entscheidend ist, dass die verantwortlichen Führungskräfte diese Themen nachhalten und wir es schaffen, dass diese im Arbeitsalltag ankommen. Bereits kleine Prozessveränderungen haben oft große Auswirkungen. Diese Entwicklungen sind zwingend zu erkennen und weiter im Team, der Abteilung bis hin zur anderen Niederlassung bzw. Standort zu duplizieren. Es ist immer wieder erstaunlich, dass dieser Aspekt in der Praxis vernachlässigt wird. Ohne eine nachhaltige Auseinandersetzung mit der Umsetzung des vermittelten Wissens bleiben Sie auf der Stelle stehen bzw. Sie produzieren Insellösungen, welche sich nicht übertragen lassen.

Ich möchte gerne noch etwas draufsetzen. In jedem Unternehmen gibt es ausreichend Möglichkeiten für den Optimierungsbedarf. Es braucht jedoch Mitarbeiter, die das vermittelte Wissen verstanden haben und es auf die Arbeitspraxis übertragen können. Positive Arbeitsweisen und Methoden gilt es gezielt im Unternehmen zu duplizieren – ohne Ausnahme von Erfahrung, Alter und Betriebszugehörigkeit. Hier werden in vielen Unternehmen zu viele Ausnahmen gemacht, welche eine Durchdringung nachhaltig verhindern.

Wenn wir die zur Verfügung stehenden Mitteln voll ausschöpfen, werden Sie immer besser abschneiden als der Durchschnitt. Wer in Zukunft seine Position behaupten will, muss das Mittelmaß durchbrechen.

Gerne begleiten wir Geschäftsführer, Verkaufsleiter und sämtliche Personalverantwortliche bei diesem interessanten Prozess. Seit Jahren verstehen wir dies als unsere wichtigste Aufgabe. Zahlreiche Unternehmen haben dies verstanden und entwickeln eigene Qualifizierungskonzepte.

Die durchgeführten Qualifizierungsprojekte bei unseren Kunden zeigen nachweislich positive Ergebnisse auch in Corona-Zeiten. Die Motivation der Mitarbeiter steigt und die erzielten Zahlen sprechen eine klare Sprache.