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Generation Y: Kunden und Chefs von morgen

Eine Betrachtung von eka-Berater Erwin Germann

von Erwin Germann

Wenn man über die Generation Y spricht, muss jedem bewusst sein, dass aktuell bereits die Nachfolge-generation Z in unsere Betriebe strömt. Für alle nach 1980 geborenen Menschen hat das Handy einen maßgeblichen Einfluss auf das Verhalten und wird für alle Lebensbereiche genutzt.

Viele von ihnen sind beruflich angekommen und haben sich ein Umfeld geschaffen. Der Umgang mit den digitalen Medien hat sich mit dieser Generation enorm verändert. Die Mediennutzung ist bis heute auf knapp 5 Stunden pro Tag angestiegen.

Das Verhältnis von Arbeit zu Freizeit hat sich gravierend verändert. Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung sind wichtiger denn je, die Wertigkeit zwischen Beruf und Karriere hat sich zu Gunsten von Selbstverwirklichung, Familie und Freizeit verschoben. Die positive wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere in Deutschland, erlaubte dieser Generation alle Optionen, die meisten Eltern konnten ihren Kindern anbieten und ermöglichen, was immer das Kinder- und Jugendherz begehrte – von Trendsportarten über Urlaub und Reisen. Diese Generation ist der Meister des Multi-Tasking und legt großen Wert auf Vernetzung am Arbeitsplatz, sowohl auf sozialer als auch auf digitaler Ebene.

Andere Anforderungen

Die Generation Y hat von Jugend an gelernt, Informationen digital zu beschaffen. Es ist die erste Generation, welche mit dem Handy und der rasanten Entwicklung groß geworden ist. Die Anforderungen an die Betriebe beginnen bei der Suche im Internet. Wen es dort nicht gibt, der existiert für diese Zielgruppe nicht. Gleichzeitig sind die Aktualität und die Authentizität enorm wichtig. So wie schlechte Hotelbewertungen Einfluss auf die Auswahl des Urlaubshotels haben, gilt Gleiches für aktuelle Bewertungen der Betriebe bei verschiedenen Bewertungsportalen für Arbeitgeber.

Der Bezug zum Geld in der klassischen Form hat sich bereits verändert, vieles wird heute ohne Bargeld abgewickelt, in Zeiten von PayPal und Co. bereits via App. Der Umgang mit den digitalen Medien fällt dieser Generation entsprechend leichter. Kaufentscheidungen werden nach anderen Gesichtspunkten, z. B. gemäß den Ergebnissen der Google-Bewertung, getroffen.

Welche Erwartungen haben diese Kunden?

Sie erwarten, dass die Mitarbeiter/Floristen und Gärtner auf der anderen Seite den gleichen Wissensstand haben, da sämtliche Informationen heute digital zur Verfügung stehen. Google und Wikipedia waren die Wegbegleiter dieser Generation. Dies hat sich gleichzeitig auf den Austausch der Nachrichten übertragen. Während SMS die Jugendzeit geprägt hat, wurde die Geschwindigkeit der Übermittlung in die Erwartungshaltung der Informationsbeschaffung übernommen. SMS wurde durch WhatsApp etc. ersetzt.

Worauf müssen sich die Chefs einstellen?

Diese Generation tickt anders, da mit der Generation Y viele Regeln außer Kraft gesetzt wurden. Die meisten Pioniere für die digitale Entwicklung kommen aus dieser Generation. Jeder Mitarbeiter muss heute wissen, wie diese Kunden ticken und muss den Umgang den aktuellen Kundenerwartungen anpassen. Wer an diese Generation mit den alten Mustern herantritt, verkauft und berät, ist bereits von Anfang an in einer Sackgasse.

Denk-Ansätze bzw. Empfehlungen für Chefs und Führungskräfte

Chefs und Führungskräfte sollten realisieren, dass digitale Vermarktung unverzichtbar ist. Nur Betriebe, die sich digital attraktiv darstellen, werden wahr genommen. GERMANN entwickelt für ekaflor-Mitglieder eine digitale Vermarktungsstrategie, überprüft und optimiert die bereits erarbeiteten Konzepte anhand eines digitalen Arbeitgeber-Attraktivitäts-Checks. Gleichzeitig empfiehlt Berater Erwin Germann gezielt, den älteren Mitarbeitern ein neues Bewusstsein zu vermitteln. Die Kunden der Generation Y treffen immer eine Kaufentscheidung ggf. auch online und verfügen bereits heute über mehr Kaufkraft als alle Generationen zuvor. Mit speziellen Seminaren bzw. Kompaktschulungen von GERMANN und eka – die Berater GmbH vermitteln wir Ihnen und Ihren Mitarbeiter den richtigen Umgang mit der Generation Y und Z. Es lohnt sich, sich auf diese Generationen einzustellen. Kaufkraft und das Interesse für die Grüne Branche sind vorhanden – treffen Sie eine Entscheidung zur Sicherung der Zukunft mit dem Wissen, dass sich Ihre Grundeinstellung nachweislich ändern muss.

In: ekaflor-NEWS 03/2019