© GERMANN Vertrieb & Personal 2020
Startseite

Erwin Germann schreibt in der Fachpresse

Gesammelte Kolumnen

Viele Floristen haben die Corona-Zeit genutzt, um sich digital besser aufzustellen und zu vermarkten. Mit großem Interesse habe ich die zahlreichen Beiträge vieler Floristen verfolgt und mich über die Reaktionen der Kunden gefreut. Doch neben dem „Wir leben noch”–Aspekt möchte ich auf ein paar elementare Punkte für die digitale Vermarktung in der Zukunft hinweisen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es dazu noch etwas mehr Mut bei den Floristen bedarf.

Jetzt kommt Greta – nein, natürlich nicht die aus dem Fernsehen, sondern stellvertretend für eine ganze Generation, die nun sukzessive in die Arbeitswelt einsteigt. Ich stelle bei meinen Ausbilderqualifizierungen immer wieder fest, dass allein bei diesem Gedanken sich die Meinungen teilen. Auf der einen Seite die Vorfreude, da kommt eine Generation, die etwas verändern will – auf der anderen Seite die großen Zweifel, ob das mit diesen „Typen” wohl was werden wird.

Die letzten Wochen haben auch im Holzhandel gezeigt, dass alle jetzt umdenken müssen – Lieferanten, Händler und Kunden. Es ist schön für den Fachhandel, dass die Geschäftsentwicklung größtenteils positiv ist, im Gegensatz zu den Entwicklungen in anderen Branchen. Trotzdem gilt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen und diese für die zukünftige Positionierung gezielt zu nutzen.

Wir alle haben in dieser Zeit eine Menge neuer Erfahrungen machen können und teilweise machen müssen. Im Positiven hat mich die Solidarität und der hohe Anteil der Einhaltung der Vorgaben und die zahlreichen Ideen überrascht. Viele unserer Kunden haben in den letzten Wochen versucht, durch gut gemeinten Aktionismus und großartige Ideen den Verkauf auf anderen Wegen zu meistern – egal, ob per Telefonbestellung, Lieferung im regionalen Umfeld oder die kontaktlose Selbstabholung.

Der gesamte Holzhandel leidet an einer Überalterung sowie Fachkräftemangel und fehlendem Nachwuchs. Das höre ich immer bei Gesprächen, Vorträgen und Schulungen bei Betrieben in dieser Branche. Der entscheidende Faktor ist hier die Kommunikation – nach außen und innen.

Seit bereits vier Jahren finden alljährlich im November – immer am Tag vor den Fachmarkttagungen des Einzelhandels –  die sogenannten „Seminare und Workshops für Fachmarktverantwortliche im Baufachhandel“ statt. An einem Tag werden dabei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neuesten Erkenntnisse zu Themen wie Kalkuation, Marktorganisation, Kennzahlen, Mitarbeiterführung und Teamentwicklung vermittelt.

Am 17. Oktober 2019 fand bei der Humpenoeder GmbH in Schwabach das EUROBAUSTOFF–Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“ statt. Die Mitgliedsunternehmen der Regensburger Runde GmbH hatten je ein bis zwei Mitarbeiter gemeldet. Erwin Germann von GERMANN Vertrieb & Personal leitete als erfahrener EUROBAUSTOFF–Trainer diese Veranstaltung.

Wenn Sie an das letzte Branchentreffen 2019 in Köln denken und sich ein Foto der Teilnehmer – Besucher wie Aussteller – anschauen, werden Sie feststellen, dass die Haarfarbe dieser Menschen grau in unterschiedlichen Abstufungen ist. Der Anteil der wirklich jungen Menschen ist bescheiden. Mit dieser allgemeinen Erkenntnis müssen wir uns der Frage widmen, wer in Zukunft die tragenden Säulen im Holzhandel darstellen soll.

Wir leiden an einer Überalterung in der Branche, sowie einer mangelnden Abgabe- und Übergabebereitschaft in der Führung.

Viele Fort– und Weiterbildungsmaßnahmen in der grünen Branche müssen abgesagt werden, weil sich zu wenig Teilnehmer anmelden. Kreative Veranstaltungen mit floralen Inspirationen finden noch ausreichend Anklang, aber es muss jedem Floristen bewusst werden, dass in unserer immer komplexer werdenden Welt auch andere Themen überlebensnotwendig sind. Warum? Die Antwort weiß Erwin Germann.

Jeder Betrieb ist heute gefordert, sich Gedanken über ein zeitgemäße Personalentwicklung zu machen. Viele Unternehmer sind sich der Tatsache noch nicht bewusst, dass sie schon jetzt und in Zukunft Mitarbeiter der nächsten Generation haben werden. Wo immer neue Mitarbeiter eingestellt werden, wird man merken, dass sie heutzutage andere Erwartungen haben und höhere Anforderungen an sie stellen. Weil ausreichend qualifizierte Mitarbeiter oft händeringend gesucht werden, sind zwingend die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um zukunftsfähig zu bleiben.